Eingliederungshilfe

Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen, zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern oder eine drohende Behinderung zu verhüten. Hierzu gehört insbesondere, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Hilfen zu machen.

Anspruchsberechtigter Personenkreis sind Menschen mit Behinderung bzw. solche, die von einer Behinderung bedroht sind. Menschen sind behindert, wenn sie eine körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung haben. Diese muss mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate anhalten, zudem zu einer Abweichung von dem für das Lebensalter typischen Zustand führen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigen. Von einer Behinderung bedroht sind Personen, bei denen der Eintritt der Behinderung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

Nachrang der Sozialhilfe

Sozialhilfe erhält nicht,  wer sich vor allem durch Einsatz seiner Arbeitskraft, seines Einkommens und seines Vermögens selbst helfen kann oder wer die erforderliche Leistung von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen, erhält. D. h. Leistungen der Eingliederungshilfe können insbesondere nicht gewährt werden, soweit diese im Rahmen anderer Vorschriften erbracht werden können.

Daher sind Hilfesuchende zunächst verpflichtet, diese vorrangigen gleichartigen Leistungen bei den zuständigen Leistungsträgern zu beantragen.

Leistungen der Eingliederungshilfe (Beispielhafte Aufzählung):

 

Formulare / Publikationen zum Download (PDF):