Jugendgerichtshilfe

Die Jugendgerichtshilfe ist an allen Strafverfahren gegen Jugendliche (14-18 Jahre) und junge Volljährige (18-21 Jahre) beteiligt und begleitet die Beklagten während des gesamten Verfahrens. Hierbei arbeitet sie eng mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten und Bewährungshilfe zusammen.

Ziel aller Maßnahmen nach dem Jugendstrafrecht ist es, weitere Straftaten zu verhindern, deshalb ist es wichtig, eine Straffolge zu finden, die den Jugendlichen von weiteren Taten abhält. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Begleitung und Unterstützung der Jugendlichen und junge Volljährigen, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer strafbaren Handlung läuft. Das gleiche gilt für die Erziehungsberechtigten der Beklagten.

Bei Bagatelldelikten kann das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung eingestellt werden (Diversion). Der zuständige Sachbearbeiter muss dazu Stellung nehmen. In der Regel wird hierzu ein erzieherisches Gespräch mit den Jugendlichen im Beisein der Eltern geführt. Zusätzlich kann dem Jugendlichen nach pflichtgemäßem Ermessen eine Auflage erteilt werden (z.B. soziale Arbeit), bevor die Einstellung des Verfahrens befürwortet wird.

Falls es zu einer Anklage mit Hauptverhandlung kommt, hat das Jugendamt die Aufgabe, die Persönlichkeit des Beschuldigten zu beurteilen und in einem Bericht darzustellen, um es dem Gericht zu ermöglichen, ein ausgewogenes Urteil zu fällen. Im Jugendgerichtshilfebericht macht der Mitarbeiter des Jugendamts auch einen Vorschlag, welche Maßnahmen aus pädagogischer Sicht sinnvoll erscheinen. Diese reichen von Arbeitsauflagen, sozialen Trainingskursen über den Täter-Opfer-Ausgleich, Jugendarrest und Geldstrafen bis hin zu Haftstrafen.

Kommt ein junger Mensch in Untersuchungshaft oder muss er sich zur Verbüßung einer Jugendstrafe in einer Jugendstrafanstalt aufhalten, wird er von der Jugendgerichtshilfe besucht und beim Kontakt zu seiner Familie oder anderen wichtigen Bezugspersonen unterstützt.

Ansprechpartner/innen

Richterliche Weisungen / Arbeitsleistung:
Frau Szilagyi
Tel.: 0 61 32 / 787-31 610
E-Mail an Frau Szilagyi

Stadt Bingen, VG Sprendlingen-Gensingen, VG Rhein-Nahe:
Frau Lieser-Kroh
Tel.: 0 61 32 / 787-31 590
E-Mail an Frau Lieser-Kroh

VG Heidesheim und VG Nieder-Olm (ohne Essenheim):
Frau Koblischek
Tel.: 0 61 32 / 787-31 780
E-Mail an Frau Koblischeck

Stadt Ingelheim und VG Gau-Algesheim:
Frau Peters
Tel.: 0 61 32 / 787-31 460
E-Mail an Frau Peters

Budenheim, Essenheim, VG Bodenheim, und VG Rhein-Selz:
Herr Proschek
Tel.: 0 61 32 / 787-31 600
E-Mail an Herrn Proschek