Bauen im Aussenbereich

Nach dem Landesnaturschutzgesetz sind Eingriffe in Natur und Landschaft: Alle Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen, welche die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich oder auf Dauer, beeinträchtigen können. Hierzu gehören alle Arten von baulichen Anlagen wie Gebäude, aber auch Zäune, Weideunterstände oder fest aufgestellte
Bauwagen. Um eine Genehmigung von der Kreisverwaltung zu erhalten, die entsprechende Eingriffe erlaubt, ist mit der Bauverwaltung Kontakt aufzunehmen, die die Untere Naturschutzbehörde im weiteren Verfahren beteiligt. Bei der Prüfung der Zulässigkeit solcher Vorhaben erfolgt eine umfassende und sorgfältige Abwägung zwischen den für die Änderung sprechenden Anforderungen und den gegebenenfalls entgegenstehenden landespflegerischen Belangen. Bestehen keine grundsätzlichen Bedenken gegen ein Vorhaben, so ist vor Durchführung des Eingriffs ein qualifizierter landschaftspflegerischer Begleitplan vorzulegen, der in der Regel folgende Unterlagen umfasst:
  • Übersichtslageplan mit Gebäude und Bepflanzung im Maßstab 1:100, 1:200 oder 1:500 entsprechend der Bauunterlagen,
  • Erläuterungen über Ableitung des Oberflächenabwassers,
  • Farbgebung von Fassade und Dach (Materialwahl),
  • Verwendung heimischer standortgerechter Gehölze und Bäume,
  • Anordnung und Umfang der Bepflanzung,
  • Pflanzenliste mit Bezeichnung und Stückzahl sowie Pflanzqualitäten mit überschlägigen Pflanzgutkosten,
  • Vorbeugung gegen Verbissschäden und Maßnahmen zum Schutz des Mutterbodens.

 

Informationen und Formulare zum Download (PDF):